Umso befreiter spielt die Dubstep-Seite auf, wenn sie mit Techno und House flirtet. Mala taucht in den Swing, Schmutz und die Wucht von Chicago und Acid House ein. ‚Broken Dub House’ hat der Digital Mystik seine deepen, polyrhythmischen Beatgebilde getauft. Skream remixt virtuos bretternd Minimal-Techno-Tracks von Marc Ashken. Derweil hat Kode9 – dem Pack immer ein paar Schritte voraus – eine fließende Ästhetik eingeführt, die der testosterongetriebenen Monsterbass-Attitüde von Dubstep leichtfüßig davon tänzelt. Das hypnotisierende „Magnetic City“ des Szene-Mentors und Hyperdub-Chefs ist schon jetzt eines der wichtigsten Dance-Stücke in diesem Jahr. Von Bristol aus veröffentichen Peverelist auf Punch Drunk und DJ Pinch auf Tectonic detroitaffinen Dubstep mit Subbass-Antrieb und Minimal-Techno-Texturen.
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Eigentlich müsste Dubstep schon längst das Crossover-Stadium erreicht haben. Wie wärs mit Lightstep für die Lounge oder Popstep fürs Handy? Doch dass die jüngste Dancemusic aus London immer noch unbehelligt vom Mainstream aufblühen kann, liegt zunächst an der instrumentalen Natur von Dubstep – denn ohne Gesang drohen auch keine Chartsplatzierungen.
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Wenns dunkel grummelt und man irgendwie an Ennio Morricone denken muss zwischen zwei Breakbeats, dann dürfte es Dubstep sein. Das Genre, das sich aus 2Step entwickelt hat, ist in London mindestens so vital wie Grime. Damit wir das auch jenseits der Insel begreifen, erklärt uns der UK-Journalist Martin Clark aus allernächster Nähe, wie die Pflanze gewachsen ist und sich verästelt hat.
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Mit Dubstep explodiert in den Clubs ein Sound, der in seiner Zerworfenheit und Energie derzeit eine der aufregendsten und formenreichsten Spielarten der elektronischen Musik darstellt.
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