Ein Artikel aus dem Archiv. Daniel Ferch im Jahr für die TAZ über Dubstep im Allgemeinen und über Parties im The Mass Club im Londoner Stadteil Brixton.
Vor dem Seiteneingang der St. Matthews Church in Brixton wartet eine lange Reihe junger Menschen in Turnschuhen und Kapuzenpullis geduldig auf Einlass. Es ist zehn Uhr abends und keiner der Anwesenden hat die Absicht, einen Gottesdienst zu besuchen. Die Kirche mit ihrem imposanten Säulenportal dient zwar noch als Versammlungsort der lokalen anglikanischen Gemeinde, im hinteren Teil des Gebäudes hat sich jedoch ein Club mit dem Namen “Mass” (Messe) eingemietet. An diesem Abend passen sowohl Ort als auch Name bestens zu der Clubnacht, für die die Wartenden vor der Tür aus dem ganzen Land und zum Teil sogar aus dem Ausland nach Brixton gepilgert sind. Denn “DMZ”, wie die alle zwei Monate hier stattfindende Party heißt, ist so etwas wie die Messe der jungen Dubstep-Szene.
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